05.08.2013
Klassiker der Luftfahrt

Bild der Woche KW 2013/32: Armstrong-Whitworth A.W.27 EnsignBild der Woche: Armstrong-Whitworth A.W.27 Ensign

In den späten 30er Jahren entwickelte Armstrong-Whitworth den Airliner A.W.27 Ensign. Bis zu 40 Passagiere konnte die Ensign über Strecken von etwa 1.400 Kilometer befördern.

BdW 2013-32 - AW Ensign 800.jpg

 

 

Der Prototyp der Ensign rollte am 23. Januar 1938 zum Erstflug an den Start. Den Anstoß zur Entwicklung des viermotorigen Passagierflugzeugs hatte eine Ausschreibung der Imperial Airways gegeben. Die Fluggesellschaft brauchte ein großes Flugzeug mit hoher Passagierkapazität, mit dem sie ihre Routen nach Südafrika und Australien bedienen konnte. Im Oktober 1938 lief ein Probeflugbetrieb auf der Strecke London – Paris an. Ende des gleichen Jahres wurden noch drei Ensign zur Postbeförderung nach Australien geschickt. Doch alle drei erlitten noch vor ihrer Ankunft Motorschäden. Daraufhin wurden die Armstrong Siddeley Tiger IX der Ensign von den verbesserten und mit 855 PS auch etwas stärkeren Tiger IXC ersetzt.

Die Fertigung der Ensign lief schleppend, nicht zuletzt, weil Armstrong-Whitworth stark mit der Fertigung von Bombern für die RAF ausgelastet war. Insgesamt wurden nur 14 der Airliner gebaut. Mit Ausbruch des Krieges übernahm die RAF die bereits fertiggestellten Ensign und setzte sie als Truppentransporter ein. Mehrere wurden von deutschen Jägern zerstört. Die restlichen Ensign wurden 1941 noch einmal auf zuverlässige Wright-Cyclone-Motoren mit je 900 PS umgerüstet und nun als Ensign II bezeichnet. In dieser militärischen Variante kam das Flugzeug auf eine Reichweite von über 2000 Kilometern bei einer 338 km/h Reisegeschwindigkeit.

Mit dem Kriegsende endete auch die Karriere der Ensign. Alle noch vorhandenen Exemplare wurden verschrottet.



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