13.10.2014
Klassiker der Luftfahrt

Bild der Woche KW 42/2014Armstrong Whitworth Scimitar

Armstrong Whitworth war 1912 als Luftfahrtabteilung des gleichnamigen Rüstungsunternehmens in Newcastle gegründet worden; später kamen noch der Flugmotorenhersteller Siddeley und Vickers hinzu. Aus der erfolgreichen A.W.16 wurde hier ab 1933 die verbesserte A.W.35 Scimitar abgeleitet.

AW Scimitar

Prototyp der Scimitar mit Sternmotor Armstrong Siddeley Panther XIA. © KL-Dokumentation  

 

Die erste Scimitar (G-ACCD) war als Umbau der zweiten A.W.16 entstanden und startete am im Juni 1933 zum Erstflug. Der einmotorige, einsitzige Jagddoppeldecker hatte vor allem einen stärkeren Antrieb Armstrong Siddeley Panther VII (460 kW Maximalleistung) sowie ein vergrößertes Leitwerk erhalten. Auch die zweite A.W.35 (G-ADBL) war aus dem Umbau einer A.W.16 entstanden.

Die norwegische Luftwaffe interessierte sich für den Typ, nahm aber schließlich nur vier Exemplare ab, die 1936 geliefert wurden. Sie waren mit Motoren Panther XIA ausgestattet (540 kW), verfügten über zwei 7,62-mm-MG Vickers Type E und die Möglichkeit der Mitführung von vier 9-kg-Bomben unter dem Unterflügel. Andere Abnehmer konnten nicht gefunden werden, und auch die Royal Air Force wollte anstatt modifizierter "Altflugzeuge" lieber neues und modernisiertes Fluggerät.

Der zweite Prototyp der Scimitar war im Whitley-Betrieb von Armstrong Whitworth bis 1958 konserviert worden, wurde aber schließlich doch noch verschrottet. Zu diesem Zeitpunkt existierte AW noch als selbstständiger Betriebsteil von Hawker Siddeley. Kurz darauf vereinigte sich AW mit Gloster, doch als Hawker Siddeley 1963 die alten Markennamen unter seinem Dach aufgab, verschwand Armstrong Siddeley von der Bildfläche.



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