30.06.2014
Klassiker der Luftfahrt

Bild der Woche KW 27/2014Abrams P-1 Explorer

Die Abrams P-1 Explorer, die am 20. November 1937 erstmals flog, ist ein wahrer Exot. Der Amerikaner Talbert Abrams hatte sie speziell für die Luftbildfotografie ausgelegt.

Abrams P-1 Explorer

Die Abrams P-1 Explorer war speziell für die Luftbildfotografie entwickelt worden. Foto: KL-Dokumentation  

 

Im Ersten Weltkrieg flog Abrams als Photoaufklärung. Danach nutzte er sein Wissen und gründete 1923 eine Luftbildfirma. Doch nie fand er ein Flugzeug, dass speziell für die Luftbildfotografie ausgelegt war. Das wollte er mit einer Eigenkonstruktion ändern, die ihm auch als militärischer Fotoaufklärer vorschwebte. In den 30er Jahren entwickelte er deshalb die P-1 Explorer.

Um störende Einflüsse durch Auspuffgase oder Ölnebel zu vermeiden, legte er den einsitzigen Ganzmetall-Tiefdecker mit einem Druckschraubenantrieb aus. Ein komplett verglaster Kabinenbereich sollte besonders gute Sichtverhältniss bieten, wobei Abrams sich das Plexiglas aus Deutschland besorgte. Als Antrieb diente ein Neunzylinder-Sternmotor Wright R975E-1 mit 365 PS (272 kW). In 3000 Metern Höhe erreichte die P-1 Explorer 322 km/h Höchstgeschwindigkeit. Ihre Reichweite betrug über 1900 Kilometer., ihre Dienstgipfelhöhe lag bei knapp 6100 Metern.

Abrams, der 1937 im Hinblick auf eine Serienfertigung die Abrams Aircraft Corporation gegründet hatte, plante noch eine Explorer-Version mit Druckkabine, die in größeren Höhen fliegen sollte. Doch mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde die weitere Entwicklung der Explorer gestoppt und auch nach Kriegsende nicht mehr fortgesetzt. Im Jahr 1948 wurde der Prototyp dem National Air and Space Museum übergeben. Heute befindet er sich im Depot des Museums und wartet auf seine Restaurierung.



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